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NACHWUCHS

Dieses Thema ist äußerst komplex. Die kleinen Eber sind bereits nach 8 Wochen in der Lage für Nachwuchs zu sorgen.
Bei den Säuen dauert es länger, aber nach spätestens 8 Monaten sind auch sie soweit. Mit einem halben Jahr aber sind sie, unserer Ansicht nach, noch zu jung für Nachwuchs und aus Vernunftgründen sollte man daher doch zumindest 10 Monate bis zum 1. Wurf warten.

Die Möglichkeit trächtig zu werden bietet die Minisau aber jeden Monat. Mit ein bisserl Beobachten kann aber selbst ein Laie erkennen, wann die Sau "heiß" ist und sie dann ein paar Tage vom Eber fern halten.

Aus diesem Grund haben wir das Gehege auch mit einem absperrbaren Teil angelegt, auf welchem sich eine so genannte Notunterkunft befindet. Dieses Häuschen ist kleiner und auch nicht so aufwendig isoliert. Unser Toni muß ja auch immer nur ein paar Tage übersiedeln, damit wir nicht ununterbrochen Nachwuchs bekommen, was der Sau verständlicher Weise auch nicht gut tut.

Die Tragezeit dauert einer alten Bauernregel zufolge 3 Monate, 3 Wochen und 3 Tage, was bei uns auf den Tag genau gestimmt hat. Bis zu 3x pro Jahr wäre Nachwuchs möglich, sollte aber auf keinen Fall erfolgen.

Am Besten wäre es, eine Deckung nur einmal im Jahr zuzulassen damit die Muttersau ausreichend Zeit hat sich von den Geburtsstrapazen zu erholen. Unserer Erfahrung nach ist auch der Nachwuchs kräftiger und oft gibt es dann mehr Junge, wenn der Abstand größer ist.

Am "großen Tag" sollte man immer in der Nähe der Muttersau sein, falls Hilfe erforderlich ist. Aber eigentlich brauchen uns die Tiere nicht dazu

Instinktiv wissen sie genau was zu tun ist. Trotzdem sollte man immer ein Auge auf die werdende Mama werfen. Die Jungen suchen sich sofort "ihre" Zitze und beginnen zu massieren und anschließend zu saugen. Die ersten Tage brauchen alle ein wenig Ruhe und der Eber wurde aus dem Haus verbannt. Die Sau geht dann völlig in ihrer neuen Tätigkeit als Mama auf. Der Nachwuchs wird gesäugt, gesäubert und gewärmt. Und das den ganzen Tag. Aber bereits nach zwei Tagen waren unsere Kleinen schon unterwegs. Stehen und laufen konnten sie bereits ein paar Stunden nach der Geburt.

Unsere Bärbel hat einen Tag zu früh geworfen und aus diesem Grunde haben wir Anton nicht weggesperrt. Er war bei der Geburt dabei und hat Bärbel unterstützt. In der Früh hat uns dann die stolze Mama begrüsst und uns auf Ihre Neugeborenen aufmerksam gemacht. Von diesem Tag an, musste Anton ausserhalb des Hauses schlafen und hat trotz seiner Notunterkunft immer auf der Veranda des Hauses übernachtet.

Wichtig ist, dass die Muttersau nach der Geburt die Nabelschnur auffressen muss, denn die beinhaltet wichtige Hormone. Diese Nabelschnur darf nicht der Eber fressen, da sonst die Gefahr besteht, dass er auch die Ferkel frisst.

Weiteres achten Sie unbedingt auf eventuellen Durchfall bei den Ferkel. Bei uns sind zwei Ferkel binnen Stunden gestorben, weil sie Durchfall bekamen. Als dann der Tierarzt endlich da war, war es leider zu spät. Wir bekamen als Information, dass man die Jungen mit Antibiotika behandeln hätte müssen, es aber keinen Sinn macht vorsoglich Antibiotika den Kleinen zu geben.

Impfungen gibt es für Minischweine eigentlich keine. Eventuell macht es Sinn die Sau gegen Rotlauf zu impfen.

   

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