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Jolinas neuer Freund Knut

Die Eingliederung in die Rotte gestaltet sich leider nicht so einfach wie erhofft und benötigt sehr viel Zeit. Zum Glück bekamen wir ein Mail von einem Mädchen, dass sie einen Eber abzugeben hätte und ob sie diesen noch bei uns unterbringen kann.

Unsere Antwort war gleich "JA", da wir eh noch einen Freund für unsere kleine Jolina suchten. Ein paar Tage später haben wir den kleinen Knut von seinem Retter abgeholt und einmal in unserer Küche neben Jolina untergebracht.

Knut hatte zuvor ein schweres Leben. Soweit wir das erfahren konnten wurde er einfach unter einem Stück Holz gehalten, lag die ganze Zeit im Gatsch mit ein paar Sägespäne und wurde von den Hunden der eigentlichen Besitzer oder Züchter die ganze Zeit gejaht. Ein junges Mädchen hat ihn dann um 100 Euro von diesem widerlichen Halter freigekauft und einmal in der Wohnung gehalten, bis sie zu uns kam. Knut ist ca. 4 Monate alt (Jänner 07) und ein ganz ein ruhiger aber sehr neugieriger Eber. Nachdem er sehr viel Angst vor Händen hat, nehmen wir an, dass er auch geschlagen wurde. Bei uns soll er jetzt sein Leben in allen Zügen geniessen.

Wir holten Knut ein paar Tage nachdem wir von ihm erfahren hatten, von dem Zwischenhalter ab, und transportierten ihn auf dem Schoß in unserem Auto nach Atzelsdorf. Auf dem Weg musste er natürlich zweimal groß aufs Klo, was natürlich auf meiner Hose landete. Zum Glück musste er nicht auch noch pissen.

In seinem neuen Zuhause bei uns angekommen, stellten wir ihm Jolina vor. Die begann aber plötzlich ganz erschrocken zu schreien, da wir ihn einfach neben Jolina setzten. Erst nachdem wir die Abtrennung von ihrem Revier entfernten und die beiden die ganze Küche besetzen konnten beruhigte sich die Lage schnell wieder und die beiden begannen sich anzufreunden. Knut bekam einmal einen Hundekorb mit einer Decke von uns zum schlafen.

Am nächsten Tag verstanden sich die beiden schon sehr gut und wir beschlossen darauf seinen Korb neben Jolinas Kistchen zu stellen. Daraufhin begannen die beiden gleich Ihren Kotplatz in die andere Hälfte der Küche zu schleppen (bestand nur aus Zeitungspapier und ein paar Küchenrollen). Nachdem die beiden jetzt zu zweit waren beschlossen wir Ihnen unsere ganze Küche zur Verfügung zu stellen, was wir dann allerdings schwer bereuten. Am nächsten Tag war der ganze Küchenboden mit ca. 2 cm Erde aus unseren Blumentöpfen belegt. Daraufhin beschlossen wir die beiden schnellstmöglich in den neuen Stall zu stellen, den wir allerdings noch vorbereiten mussten, da wir noch keine Kojen gebaut hatten.

Zwei Tage später war es dann endlich soweit. Wir besorgten uns das nötige Holz vom Baumax und strichen die Naturholzstaffeln mit einem Biolack gegen Nässe. Anschließend begannen wir dann die Kojen zu bauen ca. 12 m2. Die Kontstruktion ist denkbar einfach, denn wir nahmen die 4 Staffeln und bauten einen Zaun rundherum genauso wie beim Aussengehege. Daneben sollen dann noch einmal 2 Kojen folgen, damit wir die Schweine auch trennen können wenn die Mädchen heiß sind.

Nachdem wir die Koje fertiggebaut hatten, kam noch eine unmenge an Stroh auf den Steinboden und dort wo der Kotplatz hinkommen soll gaben wir etwas Kot von den beiden hin. In den nächsten Tagen bekommen die beiden aber noch eine eigene kleine Hütte in der Hütte, damit sie eine Höhle zum zurückziehen haben.

Die beiden waren sichtlich glücklich über das neue Zuhause nachdem wir sie dort hineingestellt hatten und begannen alles zu beschnüffeln und sich an den Balken zu kratzen. Für die Nacht gaben wir Ihnen noch Ihre Decke aus der Küche mit zum einrollen. Damit den beiden nicht fad wird in Ihrer neuen Umgebung haben wir ihnen noch in das Stroh ein paar Weizenkörner hineingeworfen. Die zu suchen erfordert einiges an Zeit und Beschäftigung.

Anton unser großer Eber und auch Papa von zwei kleinen Ferkel ist jetzt schon ganz interessiert an den beiden und kam vorsichtig einmal alleine in den Stall um die beiden zu beschnüffeln. Anschließend ging er dann seine Bärbel holen um ihr auch die beiden zu zeigen. Vorsichtig aber doch sehr interessiert kam auch Bärbel mit. In den nächsten Tagen wollen wir die beiden Rotten versuchen dann zu vereinen.

Wie es sich allerdings jemand antuen kann Schweine in der Wohnung zu halten ist uns nach dieser Erfahrung mehr als Schleierhaft. Schweine gehen zwar wie Katzen immer auf den selben Platz um Ihre Geschäfte zu machen, beginnen aber dann irgendwann alles zu zerstören bzw. nach Ihren Wünschen umzugestalten. Des weiteren beginnt das Schweineklo auch wenn man es laufend sauber hält irgendwann zu stinken.

Photos von Knut, Jolina und den Kojen finden Sie auf den folgenden Seiten:

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